Where You Go Is Not Who You’ll Be

In seinem aktuellen Buch geht Frank Bruni dem Mythos auf den Grund, dass es in Bildungs- und Karrierefragen einen Masterplan gibt, dem man nur folgen muss um glücklich zu werden und dass die Ivy League als Garant für Glückseligkeit prädestiniert sei.

Frank Bruni demontiert dieses Verständnis, indem er viele Beispiele aufführt, prominent und weniger prominent, in denen der Besucher eines Colleges außerhalb der Ivy League entweder mehr von seiner College-Zeit profitiert hat, was Erkenntnisse und Lektionen im Bezug auf die eigene Person angeht oder zumindest viele Jahre nach dem Abschluss seiner Ausbildung keinen Nachteil feststellen kann. Auf die Existenz solcher Fälle hinzuweisen ist inzwischen durchaus notwendig, denn für viele Eltern und Kinder ist jedes College außerhalb der Ivy League eine Niederlage. Nur die Ivy League sichere ihnen einen gut bezahlten Job und sei damit erstrebenswert. Dass weniger bekannte Colleges dabei, jedoch beispielsweise mit ihrer Spezialisierung, viel besser zu einem bestimmten Schüler passen können, scheint nämlich viele überhaupt nicht zu interessieren.

Während die letzten US-Präsidenten allesamt Ivy-League-Sprösslinge sind, sieht es eine Hierarchiestufe niedriger schon ganz anders aus. Joe Biden hat beispielsweise die University of Delaware besucht, Chris Christie, Gouverneur von New Jersey, ebenso. Trotzdem wird die University of Delaware von kaum jemandem als Wunsch-College genannt oder als Talentschmiede bezeichnet. Ein prominenter Grund, der für diese Ivy-League-Fixierung verantwortlich ist, ist das Hochschulranking von US. News and World Report. In diesem Ranking werden jedes Jahr die „besten“ Colleges bestimmt. Die Kriterien dafür sind jedoch, wie Bruni darlegt, durchaus fragwürdig. Nichtsdestotrotz richten sich viele Eltern und Kinder nach diesem und ähnlichen Rankings, anstatt sich mit der Frage auseinanderzusetzen, was tatsächlich das beste für diesen Schüler ist. Das Buch „Where You Go Is Not Who You’ll Be“ kann dabei jedem helfen seinen Horizont zu erweitern, nicht nur was die Suche nach dem richtigen College, sondern auch was die Suche nach dem richtigen Arbeitsplatz angeht, denn Frank Bruni erinnert uns, mit seinem Buch, an eine wichtige Lektion. Es kommt nicht darauf an wo man ist, sondern was man daraus macht.

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