Der Preis des eBooks & Gewinnspiel

Im Rahmen der aktuellen Blogtour zum Thema eBooks habe ich mich dem Thema des Verkaufspreises von eBooks angenommen und werde nun im Folgenden der Frage nachgehen, wer eigentlich wie viel an so einem eBook verdient.

Ganz allgemein lässt sich zuerst einmal sagen, dass eBooks, ob sie nun über amazon oder andere Anbieter vertrieben werden, doch meistens die günstigere Variante sind. Während sich trotzdem manche darüber beschweren, dass eBooks dafür, dass man sich nicht weiterverkaufen oder weiter verschenken kann viel zu teuer sind, kostet ein eBook doch nie mehr als ein gedrucktes Buch. Wie kommt dieser Preisunterschied zu Stande?

Bei einem eBook sind Kosten für den Druck, die Lagerung und den Transport praktisch nicht existent. Diese Kosten machen aber nur einen vergleichsweise geringen Teil des Gesamtpakets aus. Da jeder Verlag unterschiedlich viel für die einzelnen Bereiche, die ein Buch durchläuft, aufbringt kann man nicht pauschal sagen, wie viel Prozent des Verkaufspreises durch Druck, Lektorat oder Marketing zu Stande kommen. Urheberrechtsfreie Schriften, wie z.B. Gedichte von Geothe führen nachvollziehbarerweise zu wiederum unterschiedlichen Kostenaufteilungen.

Was die “normalen” Kosten eines herkömmlichen Buches in gedruckter Form angeht können wir uns also nur grob an die tatsächliche Kostenaufstellung annähern und gehen der Einfachheit halber von einem Verkaufspreis von 9,90€ aus.

Was kostet also wie viel bei einem Buch?

-Druck

Der Druck eines 300-seitigen Buches in Paperback kostet einen Verlag ca. 80ct. Bei farbigen Abbildungen und höherwertigem Papier erhöht sich dieser Anteil natürlich auch nochmal.

-Autor

Der Autor eines Buches verdient in der Regel zwischen 5 und 10% des Verkaufspreises. bei 10€ die der Kunde zahlt sind das dann also 0,50-1,00€

-Marketing

Bei diesem Punkt sind mehrere Faktoren wichtig. Neben der Prominenz des Autor ist ebenfalls das Thema des Buches und die Buchgattung, also Sachbuch oder Belletristik, von Bedeutung. Für einen Newcomer wird der Verlag wohl weniger Werbung machen, während der alteingesessene Promi-Autor in gehobenem Alter an jeder Straßenecke beworben wird. Eine verlässliche Zahl lässt sich hier wegen oben genannter Faktoren nicht nennen.

-Personal

Zum Personal gehören in dieser Aufstellung das Lektorat, die Grafikabteilung, die Verwaltung des Verlages und alle anderen Menschen, die Beispielsweise diejenigen, die die Flure wischen oder alle paar Jahre die Fassade neu streichen. Diese Kosten können sehr stark je nach größe des Verlags variieren. Eine verlässliche Zahl lässt sich hier nur sehr schwer nennen und je nach Verlag, kann hierdurch ein sehr großer oder auch sehr kleiner Kostenpunkt entstehen. (Es sei am Rande angemerkt, dass Verlage ihr Geld damit verdienen, Bücher zu verkaufen. Alle Kosten, die entstehen, werden somit mit dem Erlös aus dem Buchverkauf verrechnet.)

-Lager & Transport

Dies ist eine der kleinsten Kostenpunkte. Bücher sind glücklicherweise ziemlich handlich in ihrem Design. In einen LKW oder auf eine Europalette passen demnach eine ganze Menge Bücher. Dieser Punkt ist in Anbetracht des Verkaufspreises fast schon vernachlässigbar.

-Mehrwertsteuer

Ein gedrucktes Buch weist immer 7% Mehrwertsteuer auf.

-Profit

Jeder Verlag will natürlich auch einen ordentlichen Gewinn machen um beispielsweise auch mal in Nücher oder Projekte zu investieren, die keinen großen Gewinn versprechen oder um beispielsweise mal einen Newcomer ausgiebig zu promoten. Genauso wie die vorherigen Punkte kann auch der Profit sehr stark variieren. Bei einem Buch, das sich garantiert 100.000 Mal verkauft kann der Profit kleiner angelegt werden, da er durch die hohe Verkaufszahl ausgeglichen wird, während beispielsweise das Buch eines Newcomer, dessen Verkauszahlen nicht absehbar sind, einen größeren Teil für den Profit veranschlagt.

Jetzt wo wir also geklärt haben, wie sich der Preis eines gedruckten Buches zusammensetzt ist es an der Zeit den Blick auf das eBook zu lenken.

Punkte wie der Druck fallen natürlich weg, denn ein eBook muss nicht gedruckt werden. Lager & Transport kommen ebenfalls nicht zur Geltung. Abgesehen davon bleiben die restlichen Punkte aber weitestgehend bestehen und nicht nur das. Ein eBook muss zusätzlich an Stelle der 7% Mehrwertsteuer, die für gedruckte Bücher gelten den großen Mehrwertsteuersatz von 19% berechnen. Dadurch gleichen sich die eingesparten Kosten bei Druck, Lager und Transport schnell wieder aus. Was jetzt noch übrig bleibt, um das eBook günstiger zu machen ist den Gewinn des Autors und des Verlags zu beschneiden. Zusätzlich muss aber auch noch erwähnt werden, dass eBooks selten in dem Maße beworben werden, wie das bei gedruckten Büchern der Fall ist. Ebenfalls geben viele Verlage noch viel Geld dafür aus, eine Infrastruktur herzustellen, bzw. abzubezahlen, die es erlaubt effizient mit eBooks zu arbeiten.

Wenn man sich also die einzelnen Kostenpunkte anschaut, dann fällt auf, dass der Unterschied zwischen eBook und gedrucktem Buch gar nicht so groß ist, wie man sich das teilweise vorstellen würde.


Kommen wir nun zum Gewinnspiel.

Verlost wird Kerstin Steiners eBook “Hollywood – Crazy, Sexy, Cool”.

Wer sein Glück versuchen will muss nur folgende Frage richtig beantworten:

“Wie viel Prozent(Zahl) des Verkaufspreises macht der Druck bei eBooks aus?”

Wenn ihr die richtige Antwort wisst, dann schreibt sie bis zum 18.5. in die Kommentare oder schickt mir die Antwort per Mail(politruf@web.de) oder als Kommentar als auf der Facebook-Seite von Politruf. Viel Glück!

Teilnahmebedingungen:

-Teilnahme ab 18 Jahren

-Der Rechtsweg ist ausgeschlossen

-Mit der Teilnahme wird sich dazu bereit erklärt, dass die E-Mail Adresse an die Autorin ,zwecks Versand des Gewinns, weitergegeben wird.

-Eine Auszahlung des Gewinns ist nicht möglich

-Wenn sich der Gewinner innerhalb einer Woche nach Bekanntgabe nicht gemeldet hat wird erneut ausgelost.

Ein Gedanke zu „Der Preis des eBooks & Gewinnspiel“

  1. Hallo und guten Tag,

    werbemäßig wird da leider noch zu wenig von den normalen Verlagen in dieser Beziehung, denke ich mir mal getan.

    LG..Karin..

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