Kategorie-Archiv: USA

Hillary for President?

Es ist endlich soweit. Hillary Rodham Clinton ist offiziell in den amerikanischen Präsidentschaftswahlkampf eingetreten. Um sich von ihren Konkurrenten frühzeitig abzusetzen macht Frau Clinton in ihrem Wahlkampf einiges anders. Vor allem kümmert sie sich darum, dass… Hillary for President? weiterlesen

Rand Paul for President?

Es ist endlich soweit. Nachdem Ted Cruz vor wenigen Wochen seinen Einstieg in den US-Präsidentschaftswahlkampf verkündet hat sich nun auch Rand Paul offiziell dazu bereit erklärt, im Falle eines Wahlsiegs, dem amerikanischen Volk für vier Jahre als Präsident zu dienen. Dass Rand Paul tatsächlich zum Präsidenten gewählt wird ist dabei sehr unwahrscheinlich, aber es lässt sich schnell ein Urteil fällen über die Chancen eines Rand Pauls und man darf nicht vergessen, dass Rand Paul for President? weiterlesen

Die Finanzen des Rick Perry

Da Rick Perry seinen Wahlkampf noch überhaupt nicht offiziell begonnen hat, gibt es auch keinen wirklichen Steuerplan den er als festes Gebilde mit dem amerikanischen Volk teilt. Nichtsdestotrotz reist Rick Perry bereits fleißig durch die Lande und spricht vor jedem, der nicht bei zwölf auf den Bäumen ist, über seine Probleme mit der aktuellen Regierung und seine Vision für ein “besseres” Land. Daraus und aus seinen Entscheidungen aus seine fünfzehn Jahre als Gouverneur von Texas kann man seine Steuerpläne aber bereits recht zuverlässig ableiten.

Rick Perry bei der Convervative Political Activist Conference ©Gage Skidmore
Rick Perry bei der Convervative Political Activist Conference ©Gage Skidmore

Flat-Tax

Mr. Perry will wahrscheinlich auf Bundesebene eine “Flat-Tax”, also eine flache Steuer einführen. Damit meint er, dass alle Einkommensgruppen den selben Prozentsatz an Einkommenssteuer zahlen sollen. Die Konsequenz dessen ist natürlich, dass besonders Einkommensgruppen ab ca. 75.000$ Jahreseinkommen von solch einer Senkung am meisten profitieren, während geringe Einkommen steuerlich stärker belastet werden.

Bereits bei seinem Wahlkampf 2012 hat er das Konzept der Flat-Tax angesprochen, dass neben mehr Steuergerechtigkeit auch zu einer Vereinfachung des Steuersystems führen soll. Auch in Deutschland gab es einst die Idee mit diesem standardisierten Steuerkonzept das Rad neu zu erfinden aber hierzulande wurde aus diesen utopischen Versprechungen nichts und es ist auch zu bezweifeln, ob Mr. Perry solch ein Konzept erfolgreich durch den legislativen Apparat der USA schicken kann.

Niedriglohnsektor

Besonders Geringverdiener zahlen bereits jetzt in Texas mehr als andernorts. Texas ist der Staat mit den sechsthöchsten Steuern für die 20% der ärmsten Bevölkerung. Seinen bisherigen Ankündigungen folgend, plant er dieses System, das in seinem Heimatstaat Texas so gut funktioniert auch auf Bundesebene anzuwenden.

Mr. Perry erwähnt zwar bei jeder Gelegenheit mit Stolz, dass er viele neue Jobs geschaffen hat und damit seinen Bürgern die Möglichkeit gab, den „American Dream“ zu leben aber was er dabei verschweigt ist, dass ein großer Teil dieser Beschäftigungen im Niedriglohnsektor angesiedelt sind. Eine Beschäftigung ist zwar damit erreicht, jedoch zeigen viele Studien, dass Arbeitnehmer im Niedriglohnsektor nur selten den Aufstieg in besser bezahlte Arbeit schaffen. Dementsprechend ist Texas auch einer der Staaten mit der geringsten Mobilität, was den wirtschaftlichen Aufstieg angeht.

Rick Perry bei der Convervative Political Activist Conference ©Gage Skidmore
Rick Perry wahrscheinlich beim Erklären der Margin-Tax ©Gage Skidmore

Steuerexperiment “Margin-Tax”

Unter Rick Perry kam es in Texas zu dem Steuerexperiment der “Margin-Tax”. Ein Begriff bei dem man zuerst daran denkt, dass vielleicht die Gewinnmarge bei Produkten besteuert wird, während sich diese Steuer bei genauerer Betrachtung als eine Mischung aus Lohnsteuer und Körperschaftssteuer darstellt. In der Bestrebung, mehr Finanzmittel zu generieren wurde hier ein Ungetüm geschaffen, dass vielleicht gut gemeint war, aber am Ende nicht ansatzweise so gut funktioniert hat, wie einst beabsichtigt, denn vor allem hat diese Steuer, wenn man sie denn überhaupt so bezeichnen kann, dazu geführt, dass der Texanische Staat unzählige Male verklagt wurde, dass 89 Gesetzesentwürfe in das texanische Parlament eingingen um ebendiese Steuer zu reformieren, bzw. komplett abzuschaffen und dass das texanische Steuersystem noch ein Stück weit unübersichtlicher ist.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Rick Perry als Präsident wahrscheinlich mit dem Fleischerbeil verschiedenste Steuern kürzen oder gleich abschaffen würde um das Geld „bei den Leuten“ zu lassen. Natürlich sind die Leute größtenteils der besser verdienende Teil des Landes, während sich Beschäftigte im Niedriglohnsektor darüber freuen dürfen überhaupt eine Beschäftigung zu haben. Ein düsterer Ausblick aber Rick Perry hat uns bis jetzt noch keinen Anlass dazu gegeben, von etwas anderem auszugehen.